
Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Damit werden wichtige Entscheidungen für die nächsten Jahre getroffen - auch für junge Menschen im Land.
Für uns als Landesjugendring M-V ist klar: Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern sollen überall mitreden und mitgestalten können!
Deshalb findest du auf dieser Seite alle Infos rund um die Wahl:
Unsere jugendpolitische Forderungen zeigen, was sich ändern muss.
Im FAQ zur Landtagswahl beantworten wir Fragen zum Wie? Was? und Warum?
Wir erklären, was die U16-Wahl ist und wie du mitmachen kannst.
Wir informieren dich zu Veranstaltungen und Aktionen.
Übersicht
Jugendpolitische Forderungen
Demokratie beginnt da, wo junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt!
Das Ziel
Kinder und Jugendliche spüren, dass ihre Anliegen Gewicht haben. Sie erfahren echte Chancen, ihre Zukunft frei und selbstbestimmt zu gestalten – unabhängig von Geldbeutel oder Herkunft. Und sie wachsen in einer Gesellschaft auf, die Vielfalt feiert, menschenfreundlich handelt und die Würde jedes Einzelnen schützt. Junge Menschen gestalten Mecklenburg-Vorpommern – heute und morgen. Sie bringen Ideen, Engagement und Mut für Veränderungen ein.Die Herausforderung
Kinder und Jugendliche erleben zu oft, dass ihre Anliegen und Sorgen nicht ernst genommen werden. Sie erfahren, wie soziale und finanzielle Ungleichheit ihre Möglichkeiten, selbstbestimmt Zukunft zu gestalten, einschränken.Die Lösung
Kinder und Jugendliche brauchen Beteiligung, die ihnen Selbstwirksamkeit ermöglicht und Zugehörigkeit vermittelt. Sie brauchen Verantwortung für die Räume, in denen sie sich bewegen – von der Schule bis zum Verein. Denn: Demokratie beginnt da, wo junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt!Wir fordern
1. Beteiligen und stärken: Eine Kinder- und Jugendstrategie für M-V
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land, in dem junge Menschen selbstverständlich mitreden und mitgestalten. Ihre Anliegen werden in allen politischen Entscheidungen berücksichtigt – von der Kommune bis zur Landesregierung.
Eine starke Interessenvertretung sichert, dass kinder- und jugendrelevante Themen ressortübergreifend behandelt werden. Räume und Institutionen, an denen junge Menschen viel Zeit verbringen, leben Beteiligung, ermöglichen kontinuierliche Selbstvertretung von Kindern und Jugendlichen und beziehen diese selbstverständlich mit ein.
Regelmäßige Berichte schaffen Transparenz und machen Fortschritte sichtbar. Politik wird so für junge Menschen nachvollziehbarer, wirksamer und attraktiver – und unsere Demokratie gewinnt an Stärke, weil sie alle Generationen einbindet.
Das Land richtet eine unabhängige Kinder- und Jugendbeauftragte oder einen Kinder- und Jugendbeauftragten mit Kabinettsrang, verbindlichen Befugnissen und klarer Zuständigkeit in allen kinder- und jugendrelevanten Fragen ein.
Jedes Ministerium verankert eine feste Schnittstelle, indem es eine verantwortliche Person benennt, die jugendpolitische Interessen systematisch und verbindlich in die Arbeit des Ministeriums einbringt.
Regelmäßige Kinder- und Jugendberichte – mindestens einmal pro Legislaturperiode – prüfen den Fortschritt, zeigen Entwicklungen auf und machen Erfolge wie Defizite transparent.
Eine gesetzliche Grundlage stellt die notwendige Verbindlichkeit her, sei es durch die Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetzes oder durch ein eigenes Jugendpolitik-Gesetz.
2. Ermöglichen und sicherstellen: Gerechte Teilhabe für alle jungen Menschen in M-V
In Mecklenburg-Vorpommern haben alle jungen Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten gleiche Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Kinder- und Jugendarbeit ist verlässlich finanziert und in der Fläche verfügbar und erreichbar, sodass kein junger Mensch ausgeschlossen wird.
Ferienfreizeiten, Jugendverbandsarbeit sowie außerschulische Bildungsangebote stehen allen offen. Projekte/Angebote der Politischen Bildung und Medienbildung sind selbstverständlich zugänglich und vermitteln die Kompetenzen, die für eine selbstbestimmte, kritische und demokratische Teilhabe in einer (digitalen) Gesellschaft notwendig sind. So entstehen Räume, in denen junge Menschen Selbstwirksamkeit erfahren, Demokratie lernen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten.Eine strategische Landesjugendhilfeplanung berücksichtigt Armut, ländliche Distanzen und ungleiche Lebensverhältnisse. Daraus wird eine angemessene finanzielle Ausstattung des Landesjugendplans abgeleitet, die die mindestens eine Verdopplung der bisherigen finanziellen Ausstattung beinhaltet.
Die Jugendverbandsarbeit erhält eine zuverlässige und nachhaltige Finanzierung.Gezielte finanzielle Förderung ermöglicht den Zugang zu Ferienfreizeiten für alle jungen Menschen und stellt deren dauerhafte Umsetzung sicher.
Der Aufbau flächendeckender Medienbildung vermittelt Kompetenzen für einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
Die Weiterentwicklung und verlässliche Förderung politischer Jugendbildung stärkt demokratische Kompetenzen gegen antidemokratische Tendenzen.
3. Stärken und schützen: Junges Ehrenamt in M-V verlässlich gestalten
Junges ehrenamtliches Engagement ist ein tragendes Fundament unseres demokratischen Gemeinwesens. Ob in Jugendverbänden, Vereinen, Initiativen, Feuerwehren oder Kirchengemeinden – junge Engagierte übernehmen Verantwortung, schaffen Gemeinschaft und vermitteln demokratische Werte.
In Mecklenburg-Vorpommern finden sie dafür beste Bedingungen: Sie erhalten Anerkennung und Respekt, politische Unterstützung ist verlässlich, und Engagement lässt sich gut mit Ausbildung, Studium oder Beruf verbinden. Kosten stehen niemandem im Weg, Mobilität ist gesichert, und die erworbenen Kompetenzen werden sichtbar anerkannt. So wird junges Ehrenamt zu einer echten Stärke unseres Landes und trägt dauerhaft zu Demokratie und Zusammenhalt bei.
Um finanzielle Entlastung und Mobilität sicherzustellen, erhalten alle JuLeiCa-Inhaber*innen das Deutschlandticket.
Klare, einheitliche und bürokratiearme Regelungen sowie 10 bezahlte Freistellungstage ermöglichen die Vereinbarkeit von Engagement, Schule, Ausbildung, Studium und Beruf.
Wer sich ehrenamtlich engagiert, erwirbt anerkannte Kompetenzen, die beim Zugang zu Ausbildung, Studium und Beruf angerechnet werden.
Der Ausbau von Präventions-, Schutz- und Unterstützungsangeboten schützt Ehrenamtliche wirksam vor Übergriffen bei der Ausübung ihres Engagements.
FAQ zur Landtagswahl 2026 - alles, was du wissen musst!
Der Landtag ist das Parlament von Mecklenburg-Vorpommern. Hier setzen sich gewählte Abgeordnete für die unterschiedlichen Interessen der Menschen ein und treffen wichtige Entscheidungen. Der Landtag beschließt Gesetze, entscheidet über den Landeshaushalt und kontrolliert die Arbeit der Landesregierung. Damit ist er das zentrale politische Entscheidungsorgan auf Landesebene.
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern folgt einem sogenannten personalisierten Verhältniswahlrecht. Jede*r Wähler*in hat zwei Stimmen:
Mit der Erststimme wählst du eine*n Direktkandidat*in aus deinem Wahlkreis. Der oder die Kandidat*in mit den meisten Stimmen im Wahlkreis zieht direkt in den Landtag ein.
Mit der Zweitstimme wählst du eine Partei. Die Zweitstimme ist entscheidend für die Sitzverteilung der Parteien im Landtag und bestimmt, wie stark eine Partei insgesamt vertreten ist.
Am 20. September 2026.
Du kannst bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wählen, wenn du mindestens 16 Jahre alt bist. Jede Person darf bei der Landtagswahl nur einmal wählen.
Du musst die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und seit mindestens drei Monaten in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Nur wer seinen Wohnsitz im Bundesland hat, darf an der Landtagswahl teilnehmen.Demokratie lebt vom Mitmachen und Mitgestalten. Mit deiner Stimme gestaltest du die Zukunft von Mecklenburg-Vorpommern aktiv mit. Mit deiner Wahl bestimmst du mit, wer im Landtag sitzt und Entscheidungen trifft, die deinen Alltag, deine Zukunft und das Leben aller Menschen in Mecklenburg-Vorpommern betreffen. Nutze also deine Stimme – geh wählen!
Damit hast du Einfluss darauf, welche politischen Entscheidungen in Mecklenburg-Vorpommern getroffen werden, zum Beispiel in den Bereichen Bildung und Schulen, Klimaschutz, Landwirtschaft, öffentlicher Nahverkehr, soziale Gerechtigkeit, Kultur, Sport, Gesundheit und viele mehr.
Zur Landtagswahl gibt es zwei Möglichkeiten zu wählen: Vor Ort im Wahllokal oder per Briefwahl. Das ist genauso wie auch bei der Bundestagswahl.
An deinem Wohnort wirst du automatisch in das Wählerverzeichnis eingetragen. Vor der Wahl bekommst du per Post eine Wahlbenachrichtigung. Darauf steht, wo sich dein Wahllokal befindet und wie du Briefwahl beantragen kannst. Zum Wählen solltest du deine Wahlbenachrichtigung und einen Personalausweis oder Reisepass mitbringen
U16-Wahl
Zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 haben Kinder und Jugendliche wieder eine Stimme: die U16-Wahl.
Dabei können junge Menschen zeigen, welche Parteien sie wählen würden, wenn sie wahlberechtigt wären.
Bisher hieß es U18-Wahl. Da jedoch erstmals 16- und 17-Jährige an der Landtagswahl teilnehmen dürfen, wird die begleitende Wahl 2026 erstmals als U16-Wahl durchgeführt.
Mitmachen können alle Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern.
Save the date: Die U16-Wahlen sind in diesem Jahr zwischen dem 7. und 11. September.
Erfahre mehr auf unserer Infoseite zu den U16-Wahlen in M-V.
Veranstaltungen und Aktionen
Bildungsformat "Meine Werte, meine Stimme"
Das modular aufgebaute Bildungsformat ""Meine Werte. Meine Stimme." Von deinem Alltag bis zur Wahl: Finde raus, wofür du stehst." ist flexibel einsetzbar und passt sich an unterschiedliche zeitliche, institutionelle und pädagogische Rahmenbedingungen an – sowohl im schulischen Kontext als auch in der offenen und verbandlichen Kinder- und Jugendsozialarbeit.
Es richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und verfolgt das Ziel, junge Menschen spielerisch, lebensweltorientiert und reflektiert an demokratische Werte, politische Inhalte und Beteiligungsmöglichkeiten heranzuführen.
Finde hier alle Infos zu dem Format und wie du es anwenden kannst!
Doku: Immer Heimat - Deine Jugend, dein Raum
Kommt nicht in die Kinos, aber direkt zu dir!
Die Doku erzählt von Freundschaften, Zusammenhalt, Heimat und davon, wie junge Menschen ganz konkret Demokratie leben - nicht nur bei Wahlen oder in der Politik, sondern im Alltag.
Ab Ende April ist sie auf unserem YouTube-Kanal online.
Wir sagen: Anschauen!
Hier findest du den Trailer und weitere Infos.Planspiel LEVEL-UP! Du hast es in der Hand
Mit dem Spiel kriegst du selbst raus, wie Kommunalpolitik funktioniert, was es braucht, um selber für die Kommunal-, Landtags-, oder Bundestagswahl kandidieren zu können und welchen Einfluss junge Menschen auch nach der Wahl haben können. Damit das viele junge Leute miterleben können, wollen wir dich dabei unterstützen, das Spiel in eurer Schule, eurem Jugendclub oder eurem Verein zu spielen. Wie? Das erfährst du hier!
Plattform Ü16
Die Plattform für alle, die Lust haben Politik neu zu entdecken!
Dort findest du leicht verständliche Infos zu allem, was du als Erstwähler*in wissen musst. Denn: In diesem Jahr dürfen zum ersten Mal 16-Jährige wählen. Schau rein!

FAQ zur Landtagswahl 2026 - alles, was du wissen musst!
U16-Wahl
Veranstaltungen und Aktionen